
Für jedes Unternehmen, das mit Daten arbeitet, ist Data Governance von entscheidender Bedeutung. Denn sie sorgt einerseits dafür, dass Daten effektiv und effizient verarbeitet werden – und andererseits sichert sie die Erfüllung von gesetzlichen Vorschriften und Compliance-Anforderungen.
Was ist eine Data-Governance-Matrix?
Eine Data-Governance-Matrix ist ein leistungsfähiges Instrument, das Unternehmen bei der Verwaltung ihrer Datenbestände unterstützt. Als visuelle Darstellung von Datenbeständen, Prozessen und Beteiligten hilft sie dabei, die Beziehung zwischen Datenelementen und den darauf basierenden Geschäftsprozessen besser zu verstehen. Jedes Datenelement besitzt bestimmte Data-Governance-Verantwortlichkeiten, die sich darstellen lassen. Mithilfe dieser Darstellung können Unternehmen sicherstellen, dass ihre Daten ebenso effizient wie effektiv verwaltet werden.
Was ist in einer solchen Matrix enthalten?
Eine Data-Governance-Matrix ist in Spalten aufgebaut. In ihr sind in der Regel folgende Information enthalten:
- Das spezifische Datenelement, das verwaltet wird, z. B. der Kundenname oder die Bestellnummer.
- Der Data Owner ist die Person oder Abteilung, die sich für die allgemeine Verwaltung und Kontrolle des Datenelements verantwortlich zeichnet.
- Der Data Steward ist diejenige Person oder Abteilung, die dafür verantwortlich ist, dass die Daten korrekt und konsistent sind und den Vorschriften entsprechen.
- Data Custodian (Datenverwalter): Ein Datenverwalter ist für die Speicherung und Sicherheit des Datenelements verantwortlich. Dies ist in der Regel eine Person aus der IT, zum Beispiel ein Data Engineer oder der Product Owner der jeweiligen Anwendung.
- Der Business Owner kann eine Person oder eine Abteilung sein, die für den Geschäftsprozess zuständig ist, der sich auf das entsprechende Datenelement stützt.
- Der IT-Verantwortliche ist für die technischen Aspekte des Datenelements verantwortlich. Dies können z. B. die Systeme und Anwendungen sein, die die Daten verwalten. Diese Rolle ist häufig mit der des Data Custodian identisch.
Diese Festlegung der Verantwortlichkeiten für jedes einzelne Datenelement ist sehr wichtig. Sie stellt sicher, die Rollen und Zuständigkeiten aller beteiligten Akteure zu klären.
Erstellung einer Data-Governance-Matrix
Der erste Schritt bei der Erstellung einer Data-Governance-Matrix besteht darin, die Datenelemente zu ermitteln, die in die Matrix aufgenommen werden müssen. Dies erfolgt i.d.R. gemeinsam mit den Interessenvertretern.
Der nächste Schritt besteht darin, die an der Verwaltung jedes Datenelements beteiligten Akteure zu ermitteln. Dabei steht die Zusammenarbeit mit verschiedenen Abteilungen, z. B. Marketing, Vertrieb, Betrieb und Finanzen, im Vordergrund.
Sind alle beteiligten Akteure identifiziert worden, werden im Anschluss die Zuständigkeiten für jedes Datenelement festgelegt. Gemeinsam mit den Beteiligten werden ihre Rollen und Verantwortlichkeiten für die Verwaltung der Daten geklärt.
Der letzte Schritt besteht darin, die Matrix zu entwickeln. Dies kann mithilfe einer Tabellenkalkulation oder eines anderen Tools erfolgen, das eine einfache Visualisierung der Daten ermöglicht.
Hindernisse bei der Implementierung
Die Implementierung einer Data-Governance-Matrix kann sehr herausfordernd sein – erfahrungsgemäß bleiben Hindernisse dabei nicht aus. Mangelndes Engagement der Stakeholder, unvollständige Daten oder innerhalb von Abteilungen isolierte Daten (Datensilos) seien dafür exemplarisch genannt.
Leistungsfähiges Instrument für die Verwaltung von Datenbeständen
Mithilfe einer Data-Governance-Matrix stellen Unternehmen sicher, dass ihre wertvollen Daten ebenso effizient wie effektiv verwaltet werden. Die visuelle Darstellung hilft dabei, die Beziehung zwischen Datenelementen und den darauf basierenden Geschäftsprozessen besser zu verstehen. Rollen und Verantwortlichkeiten für die Verwaltung der Daten werden exakt definiert und geklärt. Unternehmen erhalten mit einer Data-Governance-Matrix ein leistungsfähiges Instrument für die Verwaltung ihrer Datenbestände.
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