Datenmaskierung und Datenverschlüsselung im Vergleich

Datenmaskierung und Datenverschlüsselung im Vergleich

Datenmaskierung und Datenverschlüsselung sind beides Methoden, um sensible Daten zu schützen. Sie dienen jedoch unterschiedlichen Zwecken und weisen unterschiedliche Merkmale auf. Bei der Datenverschlüsselung werden die Daten in eine kodierte Form umgewandelt, die nur von autorisierten Parteien mit einem Entschlüsselungscode gelesen werden können. Im Vergleich dazu werden bei der Datenmaskierung die Originaldaten so verändert, dass ein neuer Datensatz entsteht, der die gleiche Struktur wie das Original aufweist, bei dem jedoch sensible Daten durch fiktive Daten ersetzt werden. 

Datenmaskierung – Originalwerte werden durch fiktive Daten ersetzt 

Bei der Datenmaskierung werden bestimmte Datenelemente in einer Datenbank oder einem Datensatz versteckt oder unkenntlich gemacht. Diese Technik wird häufig verwendet, um sensible Daten zu schützen, indem die Originalwerte durch fiktive Daten mit ähnlichem Format oder ähnlicher Struktur ersetzt werden. Enthält ein Datensatz beispielsweise Sozialversicherungsnummern, so können diese durch zufällig generierte Zahlen ersetzt werden, die den Sozialversicherungsnummern ähneln, aber keine persönlichen Informationen preisgeben. Die Maskierungsmethode kann so gewählt werden, dass eine statistische Auswertung der Daten Korrelationen korrekt wiedergibt; wie z. B. Regression, Verteilung, Trend-Analyse.

Datenverschlüsselung – Daten werden in Code oder Chiffre umgewandelt 

Bei der Datenverschlüsselung hingegen werden die Daten in einen geheimen Code oder eine Chiffre umgewandelt, so dass sie ohne den richtigen Entschlüsselungscode nicht mehr lesbar sind. Verschlüsselung wird häufig verwendet, um Daten während der Übertragung oder Speicherung zu schützen und sicherzustellen, dass nur befugte Personen auf die Informationen zugreifen können. Im Gegensatz zur Datenmaskierung wird bei der Verschlüsselung das Format oder die Struktur der Originaldaten nicht verändert. 

Datenmaskierung und Datenverschlüsselung – je ein Anwendungsfall zum Vergleich

Ein häufiger Anwendungsfall für Datenmaskierung ist das Gesundheitswesen. Gesundheitsdienstleister sind gesetzlich verpflichtet, Patientendaten zu schützen, einschließlich persönlicher Identifikatoren wie Namen, Sozialversicherungsnummern und Adressen. Durch die Maskierung dieser Informationen können Gesundheitsdienstleister die Daten für Forschungs- und Analysezwecke nutzen, ohne die Privatsphäre der Patienten zu gefährden. Darüber hinaus kann die Datenmaskierung zum Testen von Softwareanwendungen oder Datenbanksystemen verwendet werden. Das Testen stellt sicher, dass die Anwendungen ordnungsgemäß funktionieren, ohne sensible Daten preiszugeben. 

Ein Anwendungsfall für die Datenverschlüsselung ist in der Finanzbranche zu finden, wo sensible Finanzdaten zwischen Parteien übertragen werden. Die Verschlüsselung kann dazu dienen, diese Daten während der Übertragung zu schützen. Sie stellt außerdem sicher, dass nur autorisierte Parteien darauf zugreifen können. Ferner kann die Datenverschlüsselung dazu dienen, gespeicherte Daten wie Kreditkartennummern oder Bankkontoinformationen vor Hackern oder Cyberangriffen zu schützen. 

Was sind die Vor- und Nachteile? 

Sowohl die Datenmaskierung als auch die Verschlüsselung sind wichtige Instrumente zum Schutz von Daten, haben aber ihre eigenen Vor- und Nachteile. Datenmaskierung ist wirksam für den Schutz sensibler Daten innerhalb einer Datenbank oder eines Datensatzes. Sie kann aber zeitaufwändig sein und die Erstellung mehrerer Datensätze erfordern, um Datenbeziehungen aufrechtzuerhalten. Die Verschlüsselung hingegen ist eine umfassendere Methode zum Schutz von Daten, kann aber schwieriger zu implementieren und zu verwalten sein. 

Die Rolle von Data Governance bei Datenmaskierung und Datenverschlüsselung 

Data Governance spielt sowohl bei der Datenmaskierung als auch bei der Verschlüsselung eine wichtige Rolle. Eine wirksame Data Governance stellt sicher, dass sensible Daten identifiziert und entsprechend klassifiziert werden. Außerdem sorgt sie dafür, dass geeignete Richtlinien und Verfahren zum Schutz der Daten vorhanden sind. Darüber hinaus trägt Data Governance dazu bei, dass Datenmaskierung und -verschlüsselung im gesamten Unternehmen einheitlich umgesetzt werden. Dadurch wird das Risiko von Datenschutzverletzungen verringert und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften gewährleistet. 

Unabhängig von der verwendeten Methode ist eine wirksame Data Governance unerlässlich, um sicherzustellen, dass sensible Daten geschützt sind und das Unternehmen die gesetzlichen Vorschriften einhält. Sprechen Sie uns gern an, wenn Sie eine Data Governance in Ihrem Unternehmen etablieren möchten.

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